Ode an Österreich

Es war Herbst 2007, „jungfräulicher Bachelor sucht erste Erfahrungen“ das Motto und Europa grenzenlos. Und doch bin ich nach Österreich gegangen! 🙂

Günther hat mir die Möglichkeit gegeben in der Branche aus forstlichen Dienstleistungen zu starten, kurz darauf folgt die erste Festanstellung und eine glückliche Zeit, in der fast alles klappte.

Nun ist es Zeit zurück zu blicken und festzustellen: Ich habe viel gesehen, ich habe viel gelernt, ich bin in Kontakt mit vielen Menschen, Ansichten und Einstellungen gekommen, die ich schätze, die mich weitergebracht haben aber auch einige die ich nicht teile, nicht nachvollziehen kann oder deren Hintergrund sich mir nicht erschließen kann. All das hat nicht nur was mit Österreich zu tun – aber viel:

Denn es ist das Land, das mich in den letzten fast vier Jahren umgeben hat.

Es fällt mir schwer alles wiederzugeben und hier in die Zeilen zu packen, was mich bewegte. Was ich aber auf keinen Fall vermissen möchte zu erwähnen – weil meine Freunde für mich wichtig sind – sind die Menschen, die es geschafft haben, mich in den Jahren teilweise mehrfach zu besuchen. Ich denke dabei an meine Eltern, meine Onkel (2x), meine Tante, Andre, Hubert, Fabian, Claudius, Max, Lukas, Daniel und David, Nadine, Arne, Anke und Julia, Burkhard und Caro, Denny, Felix, Katharina, Andrea, Juliane und den Perser.

Ich freue mich immer über Besuch.

Einige Fotos, die mich erinnern:

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Nicht zuletzt habe ich auch mein „berufliches Profil schärfen“ und mit dem Masterstudium der Geo-Spatial-Technologies eine weitere Stufe in die Richtung erklimmen können, die ich als meine angenommen habe. Ich hoffe, dass meine Kletterversuche weiter so erfolgreich sind.

Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich!
Heimat bist du großer Söhne und Töchter,
Volk, begnadet für das Schöne,
Vielgerühmtes Österreich,
Vielgerühmtes Österreich.

Auf Bald, Land!

LG FOE

Neuer Job – Neues Glück

Nicht vergessen habe ich, dass ich euch noch einen Blogpost schulde, um meine berufliche Situation zu erläutern:
Ich habe vor einigen Wochen meinen ersten Job gekündigt. Meinen Job, den ich bis Ende Juli noch in Frohnleiten mache. Meinen Job, den ich gerne gemacht habe, der mich gefordert und gefördert hat, in dem ich viel gelernt habe und mich im Rahmen der Abteilung und des Betriebes selbst verwirklichen konnte. Gefühlt hatte ich das schönste Büro, die besten Arbeitskollegen und hilfsbereite Vorgesetzte.

Warum dann aufhören fragt ihr euch?

Das hat natürlich mehrere Gründe. Einer davon ist mein Masterstudium, an das mein Arbeitsvertrag geknüpft war und ist. Und dieses ist mit der Abgabe meiner Masterarbeit im kommenden Herbst geschafft. Also habe ich schon letzten Herbst angefangen mich nach neuen Jobs umzusehen! Einige sehr interessante Angebote waren schon dabei: In Berlin, Kassel oder im Ausland.
Viele gute, fordernde Jobs, bei denen ich sicher meinen Spaß gehabt hätte, aber einer hat sich in dem Moment richtig angefühlt, als mir ein Freund – Danke Steffen – davon berichtete:

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Ich werde ab ersten August in Rom arbeiten. Der Job hat viel mit Remote Sensing, GIS und Wald zu tun. Also genau das, was ich in meinen Studien gelernt habe. Darauf habe ich richtig Lust und wie gesagt, ich merke, dass die Entscheidung gut ist, die ich getroffen habe. Mein neuer Arbeitgeber ist die Coalition for Rainforest Nations als Auftragnehmer einer Kooperation aus GIZ und UN, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich bekomme noch weiche Knie wenn ich von dem Superjob schreibe, rede oder wenn ich dran denke. Ich freue mich tierisch auf Rom für die nächsten zwei Jahre und freute mich sehr, wenn ich von euch einige Tipps bekäme, Wer Wo Was Wie in Rom. Denn ich war noch niemals dort. Ab 1.8. geht es los.

LG FOE

ÖWI – Präsentation

Die ÖWI (Österreichische Waldinventur) stellt sich selbst so vor:

Seit über 40 Jahren liefert die Österreichische Waldinventur grundlegende Daten über den
österreichischen Wald, seinen Zustand und seine ökonomische Leistungsfähigkeit. Sie ist damit eine der wichtigsten Grundlagen für forst- und umweltpolitische Überlegungen und Entscheidungen geworden, um die notwendigen Weichenstellungen herbei zu führen und die erforderlichen Erfolgskontrollen sicher zu stellen.

(quelle: http://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=4303)

Das wurde auch vor 10 Tagen deutlich. Am vergangenen Mittwoch, den 19.01. 2011, durfte ich im Rahmen meiner Arbeit  – und zugegebenmaßen auch ein bissl aus persönlichem Interesse – beim ersten Termin der Präsentation der Ergebnisse der Waldinventur aus der aktuellen Periode (2007-2009) in Krieglach anwesend sein. Dem Vortragenden war es besonders wichtig darauf hinzuweisen, das Dank der 40 jährigen Geschichte der Inventur besonders lange Zeitreihen zum Vergleich zur Verfügung stehen. Dabei ist, wenn man sich in dem mitteleuropäischen Wäldern einigermaßen auskennt (*räusperräusper*) nicht wirklich spektakulär Neues herausgekommen: Mehr Waldfläche, mehr Vorrat, mehr Nutzung, etc.

Ganz spannend sind für mich natürlich die Karten. Aber die Daten sind auch in anderer Form, beispielsweise in tabellarischer, über die eingängliche Adresse waldinventur.at zugänglich. Interessant für mich – als zugereisten Steirer – ist natürlich die Steiermark, das grüne Herz Österreichs:

Aber nun zu den Zahlen: Der Holzvorrat ist in der STMK in den letzten vier ÖWI-Perioden von knapp 260 Mio Vfm auf über 300 Mio Vfm gestiegen. Dabei am meisten in den Wuchsklassen Baumholz2 und Starkholz. Der Zuwachs ist seit drei Perioden mehr oder minder konstant: Immer um die 9 Vfm/ha. Das entspricht in der letzten Periode auch der Nutzung (ca. 8,5 Vfm/ha). In den ÖWI-Perioden ’86-’96 und ’92-’02 hingegen lag die Nutzung noch bei nur knapp über 6 Vfm/ha. Von der Nutzung fällt der größte einzelne Block auf die „flächige Entnahme > 0,05 ha“ also die schlagweise Nutzung. Das größte Durchforstunsgpotential haben nach wie vor die Kleinwaldbetriebe.

Das habe ich mit genommen von dem Termin.

LG FOE

Abkürzungen für nicht Förster:

ÖWI – Österreichische Waldinventur, stellt in Perioden (Dauer einer Aufnahme aller Stichprobenpunkte) seit 40 Jahren die Leistung des österreichischen Waldes an Hand eines permanent vermarkten Stichprobennetzes dar.

Vfm – Vorratsfestmeter, Holz mit Rinde eines Bestandes, Baumes oder Waldes. Gemeßen wird aber nur das Derbholz (ohne Krone und Wurzel). Ergänzend dazu noch der Erntefestmeter (Efm), der wiederum die Vfm minus ca. 20% für Ernte- und Rindenverluste ausmacht (laut Wikipedia: Festmeter).

ha – Abkürzung für Hektar (100 * 100 Meter = 10 000 m²), gängige Bezugsgröße in der Forstwirtschaft.

BFW – Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft

Das Copyright für die Bilder hat das BFW

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wolf (Canis lupus)

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Tribus: Echte Hunde (Canini)
Gattung: Canis
Art: Wolf

So viel zur Systematik nach der Wikipedia. Ich komme drauf mich mal mit dem Thema zu beschäftigen weil ich News aus der Heimat las:

im FAZ.net steht:

Erst vor zwei Wochen (artikel vom 26.01.2011, Anmerkung) war bei Gießen ein Wolf gesichtet worden. Er wurde auf der Autobahn von einem Wagen angefahren und am rechten Hinterlauf verletzt. Zuletzt war das Tier am vergangenen Wochenende im südlichen Teil des Kreises Gießen und im Norden der Wetterau gesichtet worden. Das Tier sei „humpelnd, aber im Trab“ unterwegs gewesen, teilte der Naturschutzbund Hessen (Nabu) mit.
Untersuchungen in der Außenstelle der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Gelnhausen hatten in der vorigen Woche ergeben, dass es sich bei dem herumstreunenden Tier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen Wolf handelt, der zu einer italienischen Unterart gehört. Die Wissenschaftler versuchen laut dem Gelnhausener Institutsleiters Peter Haase das Geschlecht des Wolfs zu bestimmen. Die Chancen dafür stünden aber schlecht.

Aha. Also gibt es wieder Wölfe, wo seit Gebrüder Grimms Zeiten keine mehr aufgetaucht sind. Dieser sei zwar verirrt gewesen, aber

„Der nächste Wolf kommt bestimmt“

hat sich ein der interviewte im FAZ.net-Artikel hinreißen lassen. Ich will jetzt keinen Senf dazu abgeben, ob’s gut oder schlecht ist, was das für die erholungssuchende Bevölkerung heißt, warum sich Jäger nicht aufregen sollten oder ob wir den Wolf überhaupt wieder in Deutschland „brauchen“. Aber trotzdem denke ich, man sollte keine Angst haben, a la Märchen Rotkäppchen. Und das ist wichtig.

Nach der Wikipedia gibt es in den letzten 5 Jahren immer wieder Wölfe im nordöstlichen Deutschland aber auch in Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein. Davor schon knapp 100 Jahre nicht. Ca. 50-60 Tiere leben im Bundesgebiet , mehr oder weniger frei. Was mich besonders freut ist, dass in der Nähe meiner Heimat, im Reinhardswald, ein Wolf im Mai 2008 sesshaft geworden ist.

(Quelle: NABU, aufs Bild klicken)

Laut WWF in Österreich gilt der Wolf trotz Wiederansiedlungen/-bevölkerung in der Schweiz, Deutschland und Italien hier noch immer als ausgestorben. Weil er für einen entsprechenden Lebensraum genug Nahrung und Ruhe braucht, um seine Nachkommen aufzuziehen.

Abschließend gilt zu erwähnen, dass

… der Wolf eine Tierart ist, die – zu Unrecht – wie keine andere im europäischen Gebiet mit schlechtem Image zu kämpfen hat, [und sein Zurückkehren wird]  nur dann möglich sein, wenn einerseits für eine Versachlichung der Diskussion gesorgt und andererseits seitens der zuständigen Behörden entsprechende vorbereitende Schritte für ein effektives Management eingeleitet werden.

WWF, Österreich.

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Fotos: NABU Deutschland, Arran_Edmonstone (flickr).

| via @forstwirtschaft, twitter

LG FOE

#### UPDATE ####

Wildtiermanagement großer Beutegreifer in Bayern

ganz unwichtig sind sie ja nicht…

… so richtig Spaß machen sie dieses Jahr aber auch nicht:

Die gesetzlichen Feiertage 2011 in Österreich:

Neujahrstag (Sat 01.01.2011)
Dreikönigstag (Thu 06.01.2011)
Ostermontag (Mon 25.04.2011)
Staatsfeiertag (Sun 01.05.2011)
Christi Himmelfahrtstag (Thu 02.06.2011)
Pfingstmontag (Mon 13.06.2011)
Fronleichnamstag (Thu 23.06.2011)
Maria Himmelfahrtstag (Mon 15.08.2011)
Nationalfeiertag (Wed 26.10.2011)
Allerheiligen (Tue 01.11.2011)
Maria Empfängnis (Thu 08.12.2011)
1. Weihnachtsfeiertag (Sun 25.12.2011)
2. Weihnachtsfeiertag (Mon 26.12.2011)

| via mwetzner

Trotzdem viel Spaß beim planen der Urlaubstage, denn ich weiß schon wann ich Urlaub mache.

LG FOE