Haus ist aus.

Wenn die Zeit so flux voranschreitet merkt man ja oft gar nicht, was so eigentlich alles Wichtiges passiert, ne? Aber um chronologisch zu bleiben: Hunde leben nicht so lang wie Menschen, 15 Jahre ist ein langes Leben für einen Hund, unserer ist so alt geworden, bevor er so krank wurde, dass Ben am 20. April eingeschläfert werden musste. Für alle, die sich noch an ihn erinnern, richtig, das war der mit dem langen Schlecker, der sich über Besuch so gefreut hat. Gute Reise, Junge.

So sehr es mich betrübt, kommt es aber doch zu einem doch glücklichen Zeitpunkt, ja, man könnte fast sagen, er wollte meinen Eltern nicht mehr Mühe als nötig machen und ihnen das Weggehen aus der Heimat aus Sorge um ihn nicht schwer machen. Denn meine Eltern verlassen das beschauliche Witzenhausen, in dem ich groß geworden bin. Dort wo meine Wurzeln liegen. Mein Abschied von dort viel mir überraschend leicht: Das letzte mal die Haustür mit dem eigenen Schlüssel öffnen, das letzte Mal die klappernde und scheppernde Kellertür schließen, die letzte Mahlzeit in der Küche, der letzte Fernsehabend.

All das hat sich richtig angefühlt, nicht nach Trauer oder Trübsal sondern nach Aufbruch und Abenteuer. So war dann auch der Umzug eines kompletten Hausstandes in der Vor-Pfingstwoche im Nu erledigt und meine Eltern um ein gutes Zeichen FÜR ihren Aufbruch reicher. Ein bisschen mulmig wird mir nur kurz als ich, die Kellerkartons aus der Kindheit ausräume um zu entscheiden, ob das Englischvokabelheft aus der 5. Klasse weggeschmissen werden kann, oder ob man die ersten zaghaften Liebesbriefe aufheben soll. Im Großen und Ganzen überwiegt aber das Gefühl, meinen Eltern von ganzen Herzen alles Gute zu wünschen und sie bei ihrem Abenteuer in Afrika zu unterstützen, Gute Reise, ihr zwei. Schon mal in Witzenhausen ist auch der Weg nach Paderborn nicht weit. Warum Paderborn? Na wegen dem Bier – was sonst 😉 Zwar nicht wegen dem Paderborner Bier, sondern wegen Krombacher, Radler, Dunklem und diversen Schnappos. Außerdem wegen Grillerei, Spargel, Dorfdisco, Sauna, Musik, Tennis, Skat, Feuer, Cross-Golf, Wärmestrahlern auf dem Balkon, gemütlichen Doppelbetten und was man sonst noch braucht wenn man eine Vatertagstour mit guten Freunden plant und durchführt. Und „weil man auf einem Bein so schlecht steht“ begibt man sich nach Erlangen auf das zweitgrößte bayrische und um Längen schönere und gefühlt beste VOLKSFEST überhaupt. Wenn man – als Zwischenspiel sozusagen – noch die Forstmannschaft aus Göttingen in alter Star-Besetzung wieder trifft, muss man neidlos anerkennen: „Sehr gute Reise, Foe!“.

Innsbruck and benchCreative Commons License photo credit: Brain farts

In diesem Sinne geht’s auch schon weiter nach Innsbruck, der Patscherkofel wird mir dies Wochenende zu Füßen liegen, harharhar 😉

graz und wien und graz und innsbruck und bregenz und innsbruck

Oh man.
Da bin ich wieder. Endlich auf dem weg nach Graz. Aber was heißt schon endlich. Ich freu mich immer, immer, immer wenn ich unterwegs sein kann. So war’s auch die letzte Woche.
Am Donnerstag war ich mit meinem Chef in der alten Firma in Wien, für ein MEETING wie’s so neudeutsch heißt (Quatsching würd ich’s ja nennen, aber mich fragt natürlich niemand. Dort hab ich erfahren, dass ich mich diese Woche auf der ESRI Anwenderkonferenz für den deutschsprachigen Raum im Festspielhaus, Bregenz aufhalten werde. Das war gut und schlecht. Gut, weil’s wirklich gebockt hat, schlecht, weil ich zwecks meiner Reise nach Innsbruck übern ersten Mai, alles schon gepackt bei mir hatte – aber nur für drei Tage. Aber wir sind ja noch jung, nicht wahr?

Gesagt getan. Schwupps war die Karte gekauft und ich saß nach dem geilsten Wochenende seit langem (in Innsbruck) bei meinem ehemaligen Chef in Lindau im Haus seiner Frau, bzw. deren Familie. Gut so. Haus mit Seezugang zum Bodensee (oder Lake Constance wie er auf Englisch heißt. HUI), was zum Baden einlud (10°C drinnen und draußen). SUPER!

Die Konferenz war auch gut und wir haben alle viel mitgenommen, besonders in den meinen Workflow wird einiges von dem gelernten ziemlich schnell einfließen. *thumbs up*

Bregenz Esris User Conference

Aber auch dort wieder viel (Erfolg versprechendes) Gequatsche mit vielleicht zukünftigen Arbeitgebern im GIS-Bereich (Hessen Forst, baut den Webdienst weiter aus, in Bayern werden FBG weiter gestärkt und mit GIS ausgestattet werden, das statistische Bundesamt (DEstat) beschäftigt 5 Hanseln, die Statistiken mit Raumbezug verorten und darstellen).

So ging die Zeit ruckizucki dahin. Ich musste allerdings auch früher abrauschen, allein schon weil mir neun (N E U N) Stunden Bahnfahrt nach Graz bevorstehen.

Da ich nun fast wieder in IBK bin (also diesmal nur zum durchfahren) bleibt mir ncoh eben zu erzählen, was Jacqueline, Tina, Tina’s Freunde und ich erlebten: Abgesehen von eineinhalb Stunden Verspätung in Innsbruck am letzten Donnerstagabend fing die Reise beachtlich gut an. Donnerstagnacht war IBK bis Sonnenaufgang schön. Und sogar der Taxifahrer der uns in die Dorfstrasse fuhr schlief schon – halb zumindest. Den 1. Mai haben wir wandert verbracht und Schnee gesehen. Samstag war regnerisch aber die Spargelzeit hat begonnen 
Sonntag war ich so geil brunchen wie schon lange nicht mehr, was das Wochenende absolut abrundete. #ilike – mehr ist fast nicht zu sagen!

Innsbruck Drei (Jippi)

Jungejunge. Morgen geht’s wieder zum Hundi-Bundi, zur Amica nach Andritz. Da könnt ihr mal einen kämpfen sehen, denn angeblich ist sie wohl schon GROSS geworden.

Fotos seht ihr zwsichendrin, Links sind gesetzt. Ich schreib der Tina jetzt dass ich durch Innsbruck fahr und wir hören uns, hörnchen. Euer Jan Rakete

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