ÖWI – Präsentation

Die ÖWI (Österreichische Waldinventur) stellt sich selbst so vor:

Seit über 40 Jahren liefert die Österreichische Waldinventur grundlegende Daten über den
österreichischen Wald, seinen Zustand und seine ökonomische Leistungsfähigkeit. Sie ist damit eine der wichtigsten Grundlagen für forst- und umweltpolitische Überlegungen und Entscheidungen geworden, um die notwendigen Weichenstellungen herbei zu führen und die erforderlichen Erfolgskontrollen sicher zu stellen.

(quelle: http://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=4303)

Das wurde auch vor 10 Tagen deutlich. Am vergangenen Mittwoch, den 19.01. 2011, durfte ich im Rahmen meiner Arbeit  – und zugegebenmaßen auch ein bissl aus persönlichem Interesse – beim ersten Termin der Präsentation der Ergebnisse der Waldinventur aus der aktuellen Periode (2007-2009) in Krieglach anwesend sein. Dem Vortragenden war es besonders wichtig darauf hinzuweisen, das Dank der 40 jährigen Geschichte der Inventur besonders lange Zeitreihen zum Vergleich zur Verfügung stehen. Dabei ist, wenn man sich in dem mitteleuropäischen Wäldern einigermaßen auskennt (*räusperräusper*) nicht wirklich spektakulär Neues herausgekommen: Mehr Waldfläche, mehr Vorrat, mehr Nutzung, etc.

Ganz spannend sind für mich natürlich die Karten. Aber die Daten sind auch in anderer Form, beispielsweise in tabellarischer, über die eingängliche Adresse waldinventur.at zugänglich. Interessant für mich – als zugereisten Steirer – ist natürlich die Steiermark, das grüne Herz Österreichs:

Aber nun zu den Zahlen: Der Holzvorrat ist in der STMK in den letzten vier ÖWI-Perioden von knapp 260 Mio Vfm auf über 300 Mio Vfm gestiegen. Dabei am meisten in den Wuchsklassen Baumholz2 und Starkholz. Der Zuwachs ist seit drei Perioden mehr oder minder konstant: Immer um die 9 Vfm/ha. Das entspricht in der letzten Periode auch der Nutzung (ca. 8,5 Vfm/ha). In den ÖWI-Perioden ’86-’96 und ’92-’02 hingegen lag die Nutzung noch bei nur knapp über 6 Vfm/ha. Von der Nutzung fällt der größte einzelne Block auf die „flächige Entnahme > 0,05 ha“ also die schlagweise Nutzung. Das größte Durchforstunsgpotential haben nach wie vor die Kleinwaldbetriebe.

Das habe ich mit genommen von dem Termin.

LG FOE

Abkürzungen für nicht Förster:

ÖWI – Österreichische Waldinventur, stellt in Perioden (Dauer einer Aufnahme aller Stichprobenpunkte) seit 40 Jahren die Leistung des österreichischen Waldes an Hand eines permanent vermarkten Stichprobennetzes dar.

Vfm – Vorratsfestmeter, Holz mit Rinde eines Bestandes, Baumes oder Waldes. Gemeßen wird aber nur das Derbholz (ohne Krone und Wurzel). Ergänzend dazu noch der Erntefestmeter (Efm), der wiederum die Vfm minus ca. 20% für Ernte- und Rindenverluste ausmacht (laut Wikipedia: Festmeter).

ha – Abkürzung für Hektar (100 * 100 Meter = 10 000 m²), gängige Bezugsgröße in der Forstwirtschaft.

BFW – Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft

Das Copyright für die Bilder hat das BFW

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