angst, hass, unwohlsein, befremden, verstörung, hilflosigkeit, ohnmacht, das Dagegen-Gefühl #fb

ich bin weder super links noch super rechts, weder patriotisch noch human-pazifitisch, weder oben noch unten, weder politisch noch anarchistisch. ich glaube ich bin mittig (das wird nur gestützt zum beispiel durch den Abischnitt 2003 in Niedersachsen :-). Damit hatte ich nie ein großes Problem. Ich weiß, was ich kann und was ich will und andersrum.

und trotzdem oder gerade deswegen bekomme ich Angst an einem Montag abend in Dresden, an dem keine Demonstration der islamfeindlichen Pegidisten stattfindet. Die Gründe warum diese demo nicht wie gedacht zum 13. Mal da ist – und mit ihr natrütlich die Gegendemo für Weltoffenheit und einem Dresden (vielleicht sogar einem Deutschland) für alle – spielen bei dem folgenden eine große Rolle. Und doch fällt es mir schwer eine Verbindung herzustellen zwischen den Gründen warum in Dresden das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlung eingeschränkt wird und dem Bild was sich mir bot als ich heute abend durch die Alt- und Neustadt dieser Stadt fuhr, in der heute abend keine Demo unter freiem Himmel stattfand – von niemandem.

POLIZEI. überall. Aus dem ganzen Bundesgebiet die gleichen Einheiten, die gebrauchtwerden, wenn 30000 (Pegidisten und Weltoffene) Menschen demonstrieren. Sie hängen rum. An jeder Ecke. Mini-Busse und Kombis in blau, grün, schwarz und weis. Augenscheinlich hängen sie rum. Denn es passiert nichts.

Naja fast nichts. ich habe Angst. Angst, Hass, Unwohlsein, Befremden, Verstörung, Hilflosigkeit, Ohnmacht, das Dagegen-Gefühl. Das habe und fühle ich wenn ich überall Polizei sehe.

So will ich nicht leben. Davon will ich nicht umgeben sein. Das hat für mich auch nichts mehr mit den Gründen zu tun, warum die Grundrechte eingeschränkt wurden.

Das erste was mir einfällt war die Frage, was wohl so verhindert wird. Also was wird verhindert?
Das führt zur Frage was erwartet wird. Also was wird erwartet Herr Kroll?

Vielleicht wird ja erwartet, dass die Gefährder von Leib und Leben der pegida organisatoren durch die Straßen laufen und dass sie davon abgehalten werden ihren Anschlag zu verüben, weil an jeder Ecke eine Streife steht? Das wäre der Grund, der mich dazu bewegen würde, diese massive Präsenz zu rechtfertigen. Ich bin kein Statistik-Brain (wie oben beschrieben: eher Mittelmaß) aber ich denke, dass die Wahrscheinlichkeit für das Eintreffen des oben beschrieben Falls nicht sehr hoch ist.

Bin ich der Einzige der sich eingeschüchtert und verängstigt fühlt? Vielleicht. Sagen muss ich es aber noch dürfen.

Berichten zufolge hat die pegida Bewegung den Zenit ihrer Macht und ihres Einflusses überschritten – hoffen wir es. Aber es bleibt ein Teil der streibaren Kultur eines multikulturellen Staates, wie es Deutschland mittlereile und Gottseidank ist, auch die Äußerung solcher Meinungen zu alzeptieren und dort die aufklärerische Diskussion zu suchen.

LG FOE

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