Manchmal schaltet man zu rechten zeit am rechten Fleck, oder eben an den rechten Fleck: kurzum: “YAHHH FO’UND nEWaaa Musikaaaa über 2km Views on UUUTube und an mir vorbei: das will ich euch nicht vorenthalten: Entdeckung der Woche: DIE ANTWOORD from SA
das bringt ein freier tag so mit sich und das will ich euch ja nicht vorenthalten. Die Ergebnisse des Kochens, des Putzens und des Waschens sind nicht anders als überall sonst. Das Ergebnis des Backens allerdings kann sich sehen lassen:
Applepie!!! mein erster Apfelkuchen. Wahnsinn. ich kann jetzt sogar backen Ohne Fertigpackung. Nur mit Äpfeln, Eiern, Zucker, Mehl und Butter. Hach.
Heute war wieder einer dieser Tage: Nicht viel Zeit, nicht viel vor, nicht viel gefühlt und dann kommen sie wieder; die vergangenen Zeiten, still im Hinterkopf verschlummert, voller guter Erinnerungen,
die Zeiten wie sie mir fehlen. Man erinnert sich an die Erfolge, die unbeschwerten Zeiten. Heute ist alles so schnell geworden. Vor kurzem feierte man Geburtstage mit Bier und Fleich am Spieß – dann Einweihungsparties mit Gästen, die gehen müssen “wegen der Kinder” und schwupps sitzt man – umgeben von Schwangeren und mitfühlenden Vätern – und trink allein die Bowle leer. Ich wünsch mir früher nicht zurück. Aber es kommt hin und wieder in den Kopf. Von Hinten nach Vorn. Das ist gut so. Das gefällt mir. Aber das vermiß’ ich auch. Mit – zumindest – einer Träne im Knopfloch.
Das bringt mich schnurstraks in den Garten auf die Hängematte: Sternenhimmel gucken. Jedoch bleibt auch danach die Erkenntnis, dass es er sich weiterdreht – schneller, immer schneller. Manney. Wir leben – mir ist der Genuss abhanden gekommen.
Ich hab’ das Gefühl als stände ich in nem Karussell! Drinne ich, draussen dreht sich alles: die Zeit, die Welt, die Bekanntschaften. Nichts gibt Zeit, nichts gibt Rat.
Traurig aber wahr, denn der Abschied der ist nah!
So schön, so heimelig die Zeit, machen wir uns jetzt für Neues bereit,
Komm auch Du und sag Baba, mit Bier und Wein und Tralala!
Möchtest heimelig Dich fühlen, solltest Dich in Trachten hüllen,
Aber Heimat ist, wie jeder weiß, auch Jogginghos’ und Erdbeereis.
Überrascht uns mit Eurer Definition von Heimat (Dirndl bevorzugt) und einem guten österreichischen (Alkohol)Produkt. Begeht mit uns das Ende einer langen und erfolgreichen Ära.
so jetzt mal was neues. So weil ich grad’ dabei bin. Ich hab lang hin und her überlegt, ob ich was mache und wie ich was mache. Aber ich möchte es zumindest mal ausprobieren um was sagen zu können, also lange Rede gar kein Sinn, was ich versuche ich kategorisiert festzuhalten, was mich in letzter Zeit bewegt hat. Erstmal in loser Reihenfolge, dann vielleicht mehr und mehr.
Also fangen wir mal an.
Persönliches:
Kartografie: Der deutsche Kartografentag in Berlin-Schöneberg ist in meiner Anwesenheit über die Bühne gegangen. Es war eine informative Veranstaltung, die sich mit persönlichem Erfolg verbinden ließ. So ist es halt doch etwas ganz besonderes Deutschland in Deutschland gewinnen zu sehen (siehe mehr unten).
Deutschland ist Singstar. Zum zweiten mal diesmal mit meinem ganz persönlichen GUTE-LAUNE-LIED.
Sport:
Die WM in Südafrika hat begonnen und meine persönlichen Favoriten sind Argentinien, Spanien (besiegelt durch mehrere Wetten) und ein kleines bisschen Deutschland. Durch das bissl Reisen habe ich auch schon einige PublicViewing-Spots probieren können, wobei Berlin natürlich immer gut ist (besonders Fabios O-Ton-Sportstudio am Prenzlberg). Aber auch in Graz gibts gute Ecken, sonnige Karmeliterplätze (mit schlechten Erinnerungen (0:1-Niederlage)) und schattige Paradeishöfe mit irischem Flair.
Off-Sport so zu sagen aber hier noch zwei Musikalische Hinweise zur WM:
Uwu Lena mit seinem/Ihren (??? ) Hit zur Weltmeisterschaft:
und die RAPortage der Blumentöpfe, die ja schon zur EM gut gefiel:
Politik:
Gespannt bin ich auf die Präsidentschaftswahlen in D und in P. Beides sehr spannend. In D bin ich ja mehr für GAUKI-Boy. Alleine schon wegen der Kuhlen Kampagnen. Allerdings schriebt hier auch einer
Und macht euch doch nichts vor: Wenn Merkel den norddeutschen Protestanten Gauck als Kandidaten vorgeschlagen hätte, dann würdet ihr ihn doch schon längst in der Luft zerrissen haben. Nein, danke. Wir wollen Wulff
Vielleicht stimmt’s ja?
Was da in Berlin los war, stört nachhaltig jedes noch so normale Verständnis von Demokratie und dem Willen zur Gewaltfreiheit. Und so frage ich mich ernsthaft, wann das auch auf der anderen Seite (links wie rechts, oben wie unten) verstanden werden wird. Protest in diesem Ausmaß muss immer in die andere als die gewollte Richtung führen. Das muss klar sein.
Web und so:
Konrad Zuse wäre 100 Jahre alt geworden, gestorben ist er schon 1995.
Ich konnte mir den IPad-Konkurrenten WeTab auf dem Linuxtag in Berlin anschauen. zwar kein Hands-on. aber gesehen habe ich’s. Das hat meine Kaufentscheidung nur gestärkt und ich werde es mir wohl selbst zum Burzeltach im Herbst schenken!
Sonstiges:
Noch ein 100-jähriger wäre am 11. Juni Umweltschützer und Filmemacher Jacques-Yves Cousteau gewesen, der Held meiner Kindheit so zu sagen. Beeindruckt hat er immer. Hier also ein Nachruf.
BP ist natürlich auch der Erwähnung wert, aber nur, weil ich euch das hier nicht vorenthalten will
und dazu auch noch ein super Video:
Blog:
Mein Blog läuft ab jetzt mit “wordpress 3.0” –> SUPA!!!
Heute Morgen hat Dr de Maizieres, seines Zeichens Bundesinnenminister, eine erste Grundsatzrede zur Internetpolitik in Deutschland gehalten. Ich hatte das Glück wenigstens die sich an die 14 Thesen anschließende Podiumsdiskussion im Livestream zu sehen/hören. Grundsätzlich ist es meiner Meinung nach ein guter Ansatz, sich mit dem ganzen Thema Internet in der deutschen Politik zubefassen. Doch wenn man verschiedene Reaktionen auf die 14 Thesen liest, fragt man sich, was genau hinter dem Politkergerede steht, wo die Reise wirklich hingehen soll und was von alle dem was gesagt angedeutet wird, wirklich umgesetzt werden soll (und vor allem in welchen Zeiträumen):
Eher gemäßigt beschreibt die Zeit hier was aus der Rede / den 14 Thesen zu entnehmen ist, dabei besonders augenscheinlich der letzte Teil:
Unnachgiebig zeigt er sich auch bei der Vorratsdatenspeicherung. Kaum streift er dieses Thema, schürt er wieder alle Befürchtungen. “Schrankenlose Anonymität” dürfe es nicht geben, ohne die Daten reiße man eine viel zu große Lücke in Gefahrenabwehr und Strafverfolgung
Und damit stehen auch Punkte auf dem Programm die allgemein problematisch sind und bleiben und mir gegen mein “Piraten”-Herz sprechen. Denn im wahren Leben
gibt es keine Pflicht, sich vor dem Betreten eines Ladens auszuweisen oder seine Adresse anzugeben, bevor man zu einer Zeitung seine Meinung sagen darf
und das ist auch gut so!
Eine viel tragischer Rolle nimmt – wie gewohnt – Fefe hier ein (und das ist auch gut so ). Der wiederum sarkastisch feststellt:
Wer braucht schon Anonymität! Ist ja nicht so, als ob man von Vater Staat Repressionen zu befürchten hätte. Oder von sonstwem
Auch hier spielt die Vorratsdatenspeicherung eine wichtige Rolle, genau wie die Diskussion darüber wofür ein Provider von Netzdienstleistung zu haften habe. So spricht sich de Maizieres gegen eine Kontrolle von / Haftung für Inhalte(n) (durch Provider) aus, verlangt aber, dass diese verhindern, dass sich durch Nutzer (ob die es vorsätzlich tun oder nicht) schädliche Software im Netz verbreitet. Dazu in gewohnt pointierter Art:
Wie soll der Provider denn Viren und Schadsoftware rausfiltern, ohne auf die Inhalte zu gucken? Telepathische Erkennung? Am Geruch erkennen vielleicht? Mann Mann Mann. Es reicht halt nicht, mit Leuten aus dem Netz zu reden. Man muß ihnen auch zuhören. Und es hilft, wenn man auch versteht, was sie zu sagen haben
Die Sätze sind so schön, die schreib ich hier noch mal fett hin: Es reicht halt nicht, mit Leuten aus dem Netz zu reden. Man muß ihnen auch zuhören. Und es hilft, wenn man auch versteht, was sie zu sagen haben. Also um die Fragen vom Anfang zu wiederholen: Wann, Wie und Was genau geschieht mit Deutschlands Onlinelandschaft? Wieder nur viele Regularien gegen den “kleinen Bürger” (User, Blogger, Du&Ich, etc) oder mal ein bissl was Anständiges. Lest euch ruhig auch mal ein paar der Kommentare aus dem Zeit-Artikel durch und schaut euch die UPDATEs bei FEFE an. Mal sehen, was da geschieht! Es bleibt spannend.
Mitreden kann man übrigens bei Dr de Maizieres Vorschlägen auch: nämlich hier.
Wenn die Zeit so flux voranschreitet merkt man ja oft gar nicht, was so eigentlich alles Wichtiges passiert, ne? Aber um chronologisch zu bleiben: Hunde leben nicht so lang wie Menschen, 15 Jahre ist ein langes Leben für einen Hund, unserer ist so alt geworden, bevor er so krank wurde, dass Ben am 20. April eingeschläfert werden musste. Für alle, die sich noch an ihn erinnern, richtig, das war der mit dem langen Schlecker, der sich über Besuch so gefreut hat. Gute Reise, Junge.
So sehr es mich betrübt, kommt es aber doch zu einem doch glücklichen Zeitpunkt, ja, man könnte fast sagen, er wollte meinen Eltern nicht mehr Mühe als nötig machen und ihnen das Weggehen aus der Heimat aus Sorge um ihn nicht schwer machen. Denn meine Eltern verlassen das beschauliche Witzenhausen, in dem ich groß geworden bin. Dort wo meine Wurzeln liegen. Mein Abschied von dort viel mir überraschend leicht: Das letzte mal die Haustür mit dem eigenen Schlüssel öffnen, das letzte Mal die klappernde und scheppernde Kellertür schließen, die letzte Mahlzeit in der Küche, der letzte Fernsehabend.
All das hat sich richtig angefühlt, nicht nach Trauer oder Trübsal sondern nach Aufbruch und Abenteuer. So war dann auch der Umzug eines kompletten Hausstandes in der Vor-Pfingstwoche im Nu erledigt und meine Eltern um ein gutes Zeichen FÜR ihren Aufbruch reicher. Ein bisschen mulmig wird mir nur kurz als ich, die Kellerkartons aus der Kindheit ausräume um zu entscheiden, ob das Englischvokabelheft aus der 5. Klasse weggeschmissen werden kann, oder ob man die ersten zaghaften Liebesbriefe aufheben soll. Im Großen und Ganzen überwiegt aber das Gefühl, meinen Eltern von ganzen Herzen alles Gute zu wünschen und sie bei ihrem Abenteuer in Afrika zu unterstützen, Gute Reise, ihr zwei. Schon mal in Witzenhausen ist auch der Weg nach Paderborn nicht weit. Warum Paderborn? Na wegen dem Bier – was sonst Zwar nicht wegen dem Paderborner Bier, sondern wegen Krombacher, Radler, Dunklem und diversen Schnappos. Außerdem wegen Grillerei, Spargel, Dorfdisco, Sauna, Musik, Tennis, Skat, Feuer, Cross-Golf, Wärmestrahlern auf dem Balkon, gemütlichen Doppelbetten und was man sonst noch braucht wenn man eine Vatertagstour mit guten Freunden plant und durchführt. Und „weil man auf einem Bein so schlecht steht“ begibt man sich nach Erlangen auf das zweitgrößte bayrische und um Längen schönere und gefühlt beste VOLKSFEST überhaupt. Wenn man – als Zwischenspiel sozusagen – noch die Forstmannschaft aus Göttingen in alter Star-Besetzung wieder trifft, muss man neidlos anerkennen: „Sehr gute Reise, Foe!“.
Huhu… ich mal kaum auf der “Tour de GIS” in Südhessen unterwegs, plane ich schon meinen übernächsten verlängerten Deustchlandaufenthalt in freudiger Erwartung. Allerdings aus ganz speziellen fremd-spannungstechnischen Gründen:
Meine Eltern haben sich entschlossen alle Zelte in Deutschland abzubrechen und nach TANSANIA auszuwandern. – So!
Und weil für diesen FREUNDENSCHREI in mir (stellt euch das oben mit kindlicher Euphorie gesagt vor) mehr VIEL mehr Freude gebraucht hätte, als in einen Tweet passt (und der mir auch zu vergänglich wär’), blog ich das hier jetzt ganz kurz. Also falsch verstehen dürf ihr mich bitte auch nicht. ich freu mich nur positiv, dass die beiden das anpacken und – so wies im Moment aussieht – auch durchziehen (Das Elternhaus ist vermietet, die Flüge gebucht und der Job meiner Mama gekündigt) und ich freue mich nicht, weil sie bald knapp 7000km entfernt sind.