eine dieser nächte

Eine dieser Nächte:
ich wundere, hoffe, denke, fühle, wünsche, mache, schreibe, höre, schiebe & drücke, schreie & schweige, singe, erliege der und schwelge in Hoffnung, frage, ertränke & ertinke, verstecke, beweise, schwinde, erwache

und dann das:

und das:

Das sind diese Nächte, in denen man ohne Grund bescheuert viel Koffein in sich hineinkippt und bescheuert lange wachbleibt. Weil man nicht schlafen will, keine Ruhe will, das hat man sich nicht verdient. Das sind diese Nächte, in denen man nur rumsitzt, nichts auf die Reihe bekommt und die Frustration über die allgemeine Lethargie und die ganzen Zwänge im Leben zu unangenehmer innerer Unruhe wird. Dieser ganze selbstgewählte Scheiß, wann hat man sich das eigentlich alles so zusammengestellt? Einmal mit der Schubkarre durchs All-you-can-eat-Buffet und dann dran ersticken. Sich immer mehr aufbürden, immer mehr wollen, immer weniger Erwartungen enttäuschen, sich immer beschissener fühlen, das alles nur, damit man denkt, man schafft eben doch was. [...] Das sind diese Nächte, in denen man am liebsten rausgehen und irgendwas kaputttreten will, oder anzünden, am liebsten sich selbst. Aber das haben einem die letzten [...] Jahre auf diesem Planeten ja wegerzogen. Das rebellischste, was der durchschnittliche Dorfteenager macht, ist Laternen austreten und kiffen.[...] Das sind diese Nächte, in denen egal ist, was im letzten Jahr war, ob da was für den Lebenslauf dabei war oder fürs Herz. In diesen Nächten ist alles nichts und nichts ist alles und man selbst ist gleichzeitig Herrscher der Welt und jämmerlicher Versager. [...]

LG FOE

Share/Save

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>